Gemeinde Bechtolsheim Mi, 04.01.12
Anfang Dezember 2011 fand in der Musikhalle in Bechtolsheim die erste Mitgliederversammlung der IG-Petersberg statt. Ziel war die Vorstellung des in Vorstandssitzungen und Arbeitskreisen in den vorangegangenen anderthalb Jahren entwickelten Konzeptes der Tourismusförderung am Petersberg.
Erster Vorsitzender Heiner Illing konnte neben zahlreichen Mitgliedern auch den VG-Bürgermeister Unger und das Dorfentwicklungsbüro „Dorfplanerin“ aus Gau-Odernheim begrüßen. „Heute ist es so, dass viele Menschen am Wochenende morgens irgendwo in Deutschland losfahren und hier am Petersberg Wein holen, um dann direkt wieder heimzufahren. Genau da wollen wir ansetzen und es mit den entsprechenden Neuerungen und Anpassungen von Angeboten schaffen, die Menschen auch mal über ein ganzes Wochenende hier in der Region zu halten“, fasst so die Ausgangssituation Vorsitzender Illing zusammen. Bei der Ausarbeitung des Konzeptes ging es zunächst darum, die Alleinstellungsmerkmale der Petersberggemeinden herauszuarbeiten. Der Petersberg soll als weithin sichtbarer und markanter Landschaftspunkt die zentrale Rolle spielen. Darüber hinaus soll auch die Rarität, der hier zu findenden Wildtulpen mit in das Gesamtkonzept eingebunden werden. Das Konzept selbst gliedert sich in 3 Bereiche: kurzmittel- und langfristig erreichbares Ziel. Moderne digitale Kommunikationselemente wie Apps zum Abrufen von Informationen sollen miteingebunden werden. Der erste Bereich ist mit der Erstellung des Konzeptes, Sicherung der Internetadresse „petersberg-rheinhessen. de“, der Ausarbeitung eines Wegenetzes und dem Förderantrag bereits abgeschlossen. Die mittelfristige Planung sieht das Erstellen eines Logos, Aufstellen von Infotafeln und Ausschilderung des Wandernetzes, Wanderbroschüren, Aufbau der Internetpräsenz, die Befestigung der Zuwegung zur Spitze (bei gleichzeitiger Einschränkung der Befahrbarkeit), das Aufstellen von Rast- und Ruheplätzen sowie die Visualisierung der ehemaligen Kapelle vor. Dieser Teil soll, soweit Gelder zur Umsetzung bereitstehen, bis Ende 2013 umgesetzt werden. Im dritten Schritt sollen ab 2014 die in der Planung langfristigen Ziele umgesetzt werden: Ausbau von Wirtschaftswegen zu Wander- und Radwegen, Anbindung an weitere überregionale Wander- und Radwegnetze, Konservierung der Kryptamauern, Förderung der touristischen und gastronomischen Infrastruktur und Errichten eines Freizeitgeländes im Selztal. All diese Maßnahmen sind natürlich nicht zum „Nulltarif“ zu erhalten. Deshalb fußte die Vorstellung des Konzeptes in die einstimmige Empfehlung der Versammlung einen Förderantrag an das Land zu stellen. Nach Zuteilung von möglichen Förderungen, kann in Absprache mit den beiden Gemeinderäten eine zügige Umsetzung erfolgen. H. I.
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